Ratgeber · Begriffe, Rechte und Fristen · Stand 25.10.2026

Zahnmedizin Begriffe erklärt: Das Glossar von Abrasion bis Zyste

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus Zahnarztpraxis, Rechnung und Heil- und Kostenplan in verständlichem Deutsch. Sie finden Begriffe zu Befund, Behandlung und Zahnersatz, die gängigen Abkürzungen wie HKP, BEMA, GOZ, PZR und PAR sowie eine Anleitung, das Zahnschema mit den zweistelligen Zahnnummern zu lesen. Die Erklärungen ersetzen keine Beratung durch Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.

So nutzen Sie das Glossar

Fachsprache in der Zahnmedizin entsteht aus lateinischen und griechischen Wortbausteinen. Wer sie kennt, versteht Befundberichte, Rechnungen und Kostenpläne deutlich leichter. Dieses Glossar ist nach Themen sortiert, nicht streng alphabetisch, damit Sie zusammenhängende Begriffe auf einen Blick finden: erst die Anatomie, dann Befunde und Erkrankungen, dann Behandlungen, dann Zahnersatz und zuletzt die Abkürzungen auf Papier.

Eine kleine Wortkunde hilft beim Einstieg. Dens oder dent bedeutet Zahn, Gingiva ist das Zahnfleisch, Parodont der Zahnhalteapparat, Karies die Zahnfäule. Endungen wie -itis stehen für Entzündung (Gingivitis, Pulpitis), -ektomie für das operative Entfernen (Wurzelspitzenresektion), -plastik für Formgebung oder Wiederherstellung.

Bei Unsicherheit gilt: Fragen Sie in der Praxis nach. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind verpflichtet, Befund, Behandlung und Kosten verständlich zu erläutern. Das Glossar bereitet dieses Gespräch vor, es ersetzt es nicht.

Zahn und Mundraum: Anatomie von Schmelz bis Wurzelspitze

Ein Zahn besteht aus Krone, Hals und Wurzel. Die Krone ragt sichtbar in den Mund, die Wurzel sitzt im Kieferknochen. Die folgenden Begriffe begegnen Ihnen am häufigsten:

  • Zahnschmelz: die äußere, sehr harte Schicht der Krone. Sie enthält keine Nerven und regeneriert sich nicht von selbst.
  • Dentin (Zahnbein): die Schicht unter dem Schmelz. Sie ist weicher und von feinen Kanälchen durchzogen, weshalb freiliegendes Dentin schmerzempfindlich sein kann.
  • Pulpa (Zahnmark): das Innere mit Nerven und Blutgefäßen. Ist sie entzündet, spricht man von einer Pulpitis.
  • Wurzelkanal: der Hohlraum in der Wurzel, in dem die Pulpa verläuft.
  • Zement: die dünne Schicht, die die Wurzeloberfläche bedeckt und die Fasern des Zahnhalteapparats verankert.
  • Gingiva: das Zahnfleisch. Der Saum am Zahnhals heißt Gingivasaum.
  • Parodont: der Zahnhalteapparat aus Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und Kieferknochen.
  • Okklusion: das Aufeinandertreffen der Zähne von Ober- und Unterkiefer beim Zubeißen.
  • Approximalraum: der Zahnzwischenraum, in dem Zahnseide oder Interdentalbürsten reinigen.

Nach Aufgabe unterscheidet man Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren (kleine Backenzähne) und Molaren (große Backenzähne). Der dritte Molar ist der Weisheitszahn.

Befunde und Erkrankungen: von Karies bis Zyste

Die Tabelle ordnet häufige Begriffe aus Befundbögen und Arztbriefen ein. Sie beschreibt, was der Begriff bedeutet, und stellt keine Diagnose für Ihren Einzelfall dar.

BegriffBedeutung
AbrasionAbnutzung der Zahnsubstanz durch Reibung von außen, etwa durch zu kräftiges Putzen oder abrasive Zahnpasta
AttritionAbnutzung durch den Zahn-zu-Zahn-Kontakt, häufig bei Zähneknirschen
ErosionVerlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, ohne Beteiligung von Bakterien
KariesZerstörung der Zahnhartsubstanz durch Säuren, die Bakterien aus Zucker bilden
Plaqueweicher bakterieller Zahnbelag, der durch Zahnpflege entfernt wird
Zahnsteinverhärteter, mineralisierter Belag, den nur die Praxis entfernen kann
GingivitisEntzündung des Zahnfleischs ohne Knochenabbau
ParodontitisEntzündung des Zahnhalteapparats mit möglichem Knochenabbau
PulpitisEntzündung des Zahnmarks
Apikale ParodontitisEntzündung an der Wurzelspitze, häufig nach abgestorbenem Zahnnerv
Granulomchronisch entzündliches Gewebe an der Wurzelspitze
Zysteflüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Kieferknochen, der abgeklärt und gegebenenfalls operativ behandelt wird
AbszessEiteransammlung, die ärztlich abgeklärt werden sollte
BruxismusZähneknirschen oder Zähnepressen
HalitosisMundgeruch
RetentionZahn, der im Kiefer verbleibt und nicht durchbricht
Aphthekleines, schmerzhaftes Geschwür der Mundschleimhaut

Alarmzeichen wie Schwellungen, Fieber, anhaltende starke Schmerzen oder Blutungen gehören zeitnah in zahnärztliche Hände. Eine Ferndiagnose anhand eines Glossars ist nicht möglich.

Behandlungen und Eingriffe

Hinter vielen Behandlungsnamen stehen klar umrissene Schritte. Die wichtigsten im Überblick:

BegriffWas dahintersteckt
AnamneseBefragung zu Vorerkrankungen, Medikamenten und Allergien
BefundErgebnis der Untersuchung, oft mit Röntgenbild
ProphylaxeVorbeugung, z. B. Anleitung zur Pflege, Fluoridierung, Fissurenversiegelung
PZRProfessionelle Zahnreinigung: Entfernen von Belägen und Zahnstein, Politur
FüllungstherapieErsatz zerstörter Zahnsubstanz durch Füllmaterial
Inlay, Onlayim Labor oder per Frästechnik gefertigte Einlagefüllung, die eingeklebt wird
EndodontieWurzelkanalbehandlung
TrepanationEröffnen des Zahns, um an das Zahnmark zu gelangen
Wurzelspitzenresektion (WSR)operatives Entfernen der Wurzelspitze samt entzündetem Gewebe
ExtraktionZahnentfernung
OsteotomieEingriff am Knochen, z. B. bei verlagerten Weisheitszähnen
Kürettage, ScalingReinigung von Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen
Lokalanästhesieörtliche Betäubung
KofferdamGummituch, das den Zahn bei der Behandlung isoliert
AufbissschieneKunststoffschiene, die Zähne und Kiefergelenk bei Knirschen entlasten kann
RecallWiedereinbestellung zur Kontrolle

Zahnersatz und Versorgungsformen

Beim Zahnersatz begegnen Ihnen zusätzlich Begriffe aus dem Kassenrecht. Die Regelversorgung ist die Versorgung, die die gesetzliche Krankenkasse für einen bestimmten Befund als ausreichend und zweckmäßig definiert. Der Festzuschuss ist ein fester Betrag je Befund, kein Prozentsatz der tatsächlichen Rechnung. Er beträgt 60 Prozent der Regelversorgung und steigt mit lückenlosem Bonusheft auf 70 oder 75 Prozent (§ 55 SGB V).

  • Gleichartige Versorgung: andere Ausführung innerhalb derselben Leistungsart, z. B. eine verblendete Krone statt einer Metallkrone. Der Festzuschuss bleibt, die Mehrkosten tragen Sie.
  • Andersartige Versorgung: eine völlig andere Versorgungsform, z. B. Implantat mit Krone statt Brücke. Es gibt den Festzuschuss, die übrigen Kosten tragen Sie.
  • Brücke: festsitzender Zahnersatz, der Lücken mit Ankerzähnen überbrückt.
  • Teilprothese, Totalprothese: herausnehmbarer Ersatz für einzelne oder alle Zähne.
  • Implantat: künstliche Zahnwurzel im Kiefer. Abutment heißt das Verbindungsstück zur Krone.
  • Provisorium: vorläufiger Zahnersatz bis zur endgültigen Versorgung.
  • Veneer: dünne Verblendschale auf der Zahnvorderseite.
  • Retainer: festsitzender oder herausnehmbarer Halter nach einer Zahnspange.

Die Eigenanteile im Detail erklären unsere Ratgeber zu Zahnersatz und Heil- und Kostenplan. Hier genügt: Der Festzuschuss richtet sich nach dem Befund, nicht nach der gewählten Versorgung.

Weitere Begriffe: Kieferorthopädie, Röntgen, Parodontologie und Recht

BegriffBedeutung
Fehlstellung, MalokklusionAbweichung der Zahnstellung oder des Aufbisses von der Norm
Engstandzu wenig Platz im Kiefer, die Zähne stehen verschachtelt
DiastemaLücke zwischen den Zähnen, vor allem zwischen den oberen Schneidezähnen
Alignerdurchsichtige Schienen, die Zähne schrittweise bewegen
Multibracket-Apparaturfestsitzende Zahnspange mit Brackets und Drähten
BissflügelaufnahmeRöntgenbild zur Kontrolle der Zahnzwischenräume auf Karies
ZahnfilmRöntgenaufnahme einzelner Zähne samt Wurzelspitze
SondierungstiefeTiefe der Zahnfleischtasche, mit einer Messsonde in Millimetern gemessen
AttachmentverlustVerlust des Zahnhalteapparats, ein Maß für die Schwere einer Parodontitis
RezessionRückgang des Zahnfleischs mit freiliegenden Zahnhälsen

Bei Kindern und Jugendlichen sind kieferorthopädische Begriffe besonders häufig, bei Erwachsenen eher Parodontologie. Ob und was im Einzelfall behandelt wird, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt nach Untersuchung. Dazu kommen Rechtsbegriffe, die auf Aufklärungsbögen und Verträgen stehen:

  • Behandlungsvertrag: der Vertrag zwischen Patient und Praxis nach § 630a BGB. Er verpflichtet die Praxis zur fachgerechten Behandlung und Sie zur Vergütung, sofern kein Dritter wie die Kasse zahlt.
  • Aufklärung: die verständliche Information über Diagnose, Verlauf, Risiken und Alternativen vor einem Eingriff.
  • Einwilligung: Ihre Zustimmung zur Behandlung nach erfolgter Aufklärung.
  • Behandlungsakte oder Patientenakte: die vollständige Dokumentation der Behandlung, in die Sie Einsicht nehmen dürfen.
  • Mehrkostenvereinbarung: schriftliche Absprache, wenn Sie bei Füllungen eine höherwertige Variante wählen und die Differenz selbst tragen.
  • Bonusheft: der Nachweis regelmäßiger Vorsorge, der den Festzuschuss erhöhen kann.
  • Gutachterverfahren: die Prüfung eines Plans oder eines Mangels durch einen unabhängigen Zahnarzt, veranlasst durch Kasse oder KZV.

Abkürzungen auf Rechnung und Heil- und Kostenplan

Rechnungen und Pläne sind voller Kürzel. Diese Liste deckt die häufigsten ab:

KürzelLangform und Bedeutung
HKPHeil- und Kostenplan, Planung und Kostenübersicht für Zahnersatz
BEMAEinheitlicher Bewertungsmaßstab, Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen
GOZGebührenordnung für Zahnärzte, Grundlage für Privatleistungen
GOÄGebührenordnung für Ärzte, in Teilen auch bei zahnärztlichen Leistungen relevant
KZVKassenzahnärztliche Vereinigung
ZEZahnersatz
KCHkonservierend-chirurgische Leistungen, also Füllungen, Wurzelbehandlung, Extraktionen
PARParodontitisbehandlung
UPTunterstützende Parodontitistherapie, die Nachsorge
PSIParodontaler Screening-Index, Kurztest zur Zahnfleischgesundheit
PZRProfessionelle Zahnreinigung
IPIndividualprophylaxe, bei Kindern und Jugendlichen Kassenleistung
FUFissurenversiegelung
KFOKieferorthopädie
OPGOrthopantomogramm, Panoramaröntgenaufnahme beider Kiefer
DVTDigitale Volumentomografie, dreidimensionales Röntgenverfahren
BELBundeseinheitliche Leistungsverzeichnis für zahntechnische Leistungen
f, xBefundkürzel im Plan: f steht für fehlenden Zahn, x für nicht erhaltungswürdigen Zahn

Weitere Befundkürzel im Heil- und Kostenplan, etwa für erhaltungswürdige Zähne oder Brückenglieder, erläutert Ihnen die Praxis auf Nachfrage Zahn für Zahn.

Das Zahnschema: So lesen Sie Zahnnummern

International üblich ist das FDI-Schema. Jeder Zahn hat eine zweistellige Nummer. Die erste Ziffer nennt den Quadranten, die zweite Ziffer den Zahn, gezählt von der Mitte nach hinten.

  • Quadrant 1: oben rechts (aus Sicht des Patienten)
  • Quadrant 2: oben links
  • Quadrant 3: unten links
  • Quadrant 4: unten rechts
  • Zahn 1 und 2: Schneidezähne, 3: Eckzahn, 4 und 5: kleine Backenzähne, 6 und 7: große Backenzähne, 8: Weisheitszahn

Zahn 18 ist demnach der Weisheitszahn oben rechts, Zahn 46 der erste große Backenzahn unten rechts. Bei Milchzähnen laufen die Quadranten von 5 bis 8, die Zählung geht bis 5. Wenn Rechnung und Mundbefund nicht zusammenpassen, hilft ein Blick auf die Zahnnummern.

Praxissoftware zeigt die Zähne häufig grafisch an, auf Papierplänen stehen nur die Nummern. Ein Beispiel: „16 und 17 fehlen“ bedeutet, dass die beiden großen Backenzähne oben rechts nicht mehr vorhanden sind. Sprechen Sie die Praxis an, wenn Sie die Zuordnung nicht nachvollziehen können.

Beispiel: Eine Zeile im Heil- und Kostenplan verstehen

Beispiel (erfundenes Rechenbeispiel zur Veranschaulichung): Im Plan steht bei Zahn 46 der Befund „klinische Krone zerstört“, geplant ist eine Krone. Für diesen Befund ist ein Festzuschuss auf Basis der Regelversorgung vorgesehen. Die Praxis wählt für die Krone statt Metall eine vollverblendete Keramikversorgung. Das ist eine gleichartige Versorgung: Der Festzuschuss bleibt erhalten, die Mehrkosten für Material und Laborleistung werden privat nach GOZ und Laborrechnung berechnet.

So lesen Sie das: Der Befund (Spalte Befund) löst den Zuschuss aus. Die Therapie (Spalte Regelversorgung oder Behandlungsplanung) zeigt, was geplant ist. Die Summe der Kosten zeigt die Gesamtrechnung. Ihr Eigenanteil ist die Gesamtsumme minus Festzuschuss. Die genauen Beträge variieren je nach Praxis, Material und Region. Sie stehen im Plan Ihrer Praxis, nicht in einem Glossar.

Eine zweite Frage lohnt sich immer: Welche Alternativen gibt es? Fragen Sie nach Regelversorgung, gleichartiger und andersartiger Variante und lassen Sie sich die Kostenunterschiede nennen. Ein seriöser Plan weist diese Unterschiede aus. Die Entscheidung bleibt Ihre, getroffen nach Aufklärung und mit ausreichend Bedenkzeit.

Checkliste: Rechnung oder Plan sicher verstehen

  1. Stimmen Name, Geburtsdatum und Versicherungsstatus auf Plan oder Rechnung?
  2. Sind alle Zahnnummern nachvollziehbar und passen zum Mundbefund?
  3. Steht bei jeder Position, ob sie nach BEMA (Kasse) oder GOZ (privat) abgerechnet wird?
  4. Ist der Steigerungsfaktor genannt, und liegt er über 2,3, gibt es eine schriftliche Begründung?
  5. Sind Material- und Laborkosten getrennt ausgewiesen?
  6. Ist der Festzuschuss der Kasse als eigene Zeile ersichtlich?
  7. Gibt es Positionen, die Sie nicht verstehen? Dann zeitnah in der Praxis nachfragen.
  8. Haben Sie Plan und Genehmigung der Krankenkasse vor Behandlungsbeginn erhalten?

Häufige Fehler beim Umgang mit Fachbegriffen

  • Festzuschuss mit Erstattung gleichsetzen: Der Festzuschuss deckt nicht 60 Prozent der gesamten Rechnung, sondern 60 Prozent der Regelversorgung für den Befund.
  • Parodontitis mit Zahnfleischentzündung verwechseln: Gingivitis betrifft das Zahnfleisch, Parodontitis zusätzlich den Zahnhalteapparat samt Knochen.
  • PZR für eine Kassenleistung halten: Sie ist in der Regel Privatleistung. Manche Kassen bezuschussen sie als freiwillige Satzungsleistung, fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.
  • Abkürzungen raten: Kürzel variieren zwischen Software und Praxis. Im Zweifel nachfragen.
  • Zahnnummern seitenverkehrt lesen: Das Schema bezieht sich auf die Sicht des Patienten.
  • Nach Begriffen im Netz selbst diagnostizieren: Befunde gehören in zahnärztliche Hände.
  • Kostenplan unterschreiben, ohne ihn zu lesen: Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Planung und die Kosten. Lassen Sie sich Zeit, nehmen Sie den Plan mit nach Hause und holen Sie bei Bedarf eine weitere Meinung ein.
  • Material- und Laborkosten übersehen: Sie stehen oft auf gesonderten Zeilen und machen bei Zahnersatz einen großen Teil der Summe aus.

Wer unsicher bleibt, kann die Krankenkasse, die Zahnärztekammer oder die Verbraucherzentrale um Rat bitten. Diese Stellen erklären Begriffe und Abläufe, ersetzen aber nicht die zahnärztliche Untersuchung.

Fachsprache im Praxisteam und in der Ausbildung

Für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA), Zahnmedizinische Fachassistentinnen (ZMF), Dentalhygienikerinnen (DH), Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte ist die Fachsprache Handwerkszeug. In der Ausbildung zur ZFA gehören Anatomie, Befunderhebung, Abrechnung nach BEMA und GOZ sowie Dokumentation zum Pflichtstoff. Wer sich weiterqualifiziert, etwa zur ZMF oder DH, vertieft Prophylaxe, Parodontologie und Patientenkommunikation.

Im Alltag zählt die doppelte Übersetzung: nach innen exakte Fachbegriffe für Dokumentation und Abrechnung, nach außen verständliche Sprache für Patientinnen und Patienten. Praxen, die das gut beherrschen, entlasten das Team, weil Rückfragen zu Rechnungen sinken. Wer sich für Stellen in Praxen oder Dentallaboren interessiert, findet im Verzeichnis passende Angebote und in den Karriere-Ratgebern die Wege dorthin.

Einige Begriffe verdienen im Team besondere Sorgfalt: Befundkürzel im Plan, Zahnnummern und Faktoren auf der Rechnung. Wer hier präzise dokumentiert, schützt Patientinnen und Patienten ebenso wie die Praxis. Für die Berufsgruppen gilt außerdem: Die Dokumentation ist Teil der Behandlung und wird zehn Jahre aufbewahrt. Deshalb lohnt es sich, Fachbegriffe in Karteikarte, Röntgenanordnung und Abrechnung einheitlich zu verwenden und Abkürzungen im Zweifel auszuschreiben.

Wer in der Zahntechnik arbeitet, kennt zusätzlich Begriffe wie Modell, Abformung, Gerüst, Verblendung und Passung. Sie tauchen auf Laborrechnungen auf und erklären, warum eine Krone aus mehreren Arbeitsschritten besteht. Auch hier hilft ein Blick in die Laborrechnung, um Positionen nachzuvollziehen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet HKP beim Zahnarzt?

HKP steht für Heil- und Kostenplan. Er beschreibt Befund, geplante Versorgung und Kosten bei Zahnersatz und muss bei gesetzlich Versicherten vor Behandlungsbeginn von der Krankenkasse geprüft werden.

Was ist der Unterschied zwischen BEMA und GOZ?

Der BEMA ist der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, die GOZ regelt die Abrechnung privater Leistungen und die Behandlung Privatversicherter.

Was ist der Unterschied zwischen Gingivitis und Parodontitis?

Bei der Gingivitis ist nur das Zahnfleisch entzündet. Bei der Parodontitis sind auch Wurzelhaut und Kieferknochen betroffen, es kann zu Zahnlockerung kommen. Beides gehört zahnärztlich abgeklärt.

Was heißt Regelversorgung?

Die Regelversorgung ist die Versorgung, die nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses für einen bestimmten Befund als ausreichend und zweckmäßig gilt. Auf ihr beruht der Festzuschuss der Krankenkasse.

Wie lese ich die Zahnnummern im Zahnschema?

Die erste Ziffer ist der Quadrant (1 bis 4), die zweite die Position von der Mitte aus (1 bis 8). Zahn 18 ist der Weisheitszahn oben rechts.

Was ist ein Inlay?

Ein Inlay ist eine außerhalb des Mundes gefertigte Einlagefüllung aus Keramik oder Gold, die in den vorbereiteten Zahn eingeklebt oder einzementiert wird.

Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

Bei einer Wurzelspitzenresektion wird die Spitze einer Zahnwurzel samt entzündetem Gewebe operativ entfernt, wenn eine Wurzelbehandlung allein nicht ausreicht.

Wo finde ich verlässliche Informationen zu Zahnbegriffen?

Verlässlich sind die Seiten der Bundeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Zahnärztekammern sowie das Gespräch in Ihrer Praxis.

Quellen

Zuletzt geprüft am 25.10.2026. Rechtliche und finanzielle Angaben können sich ändern.